DarkMaddog
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Als rasant, bunt und voller Überraschungen schätzen es die einen, eine Spur zu hektisch und ruppig finden es andere. Berlin fasziniert, weil es wandlungsfähig ist und viele Gesichter hat. Die Unterschiede sind krasser, Konflikte greifbarer und Probleme größer als andernorts. Doch selbst die Widersprüche, die Berlin erzeugt, sind Teil seiner Anziehungskraft.

Berlin ist ein idealer Ort für den Dialog der Kulturen: Mehr als 450.000 Menschen nicht-deutscher Staatsangehörigkeit wohnen hier (nicht-deutscher Herkunft sind natürlich noch weitaus mehr Berlinerinnen und Berliner, schließlich führt die Stadt seit Jahren die Einbürgerungsstatistik an). Sie stammen aus 185 Staaten und sorgen für eine große Pluralität an Kulturen. Der unverwechselbare und weltoffene Charakter der Stadt wird von ihnen entscheidend mitgeprägt, was nicht nur bei dem jährlich stattfindenden Karneval der Kulturen spürbar ist. Die größte Gruppe bilden die über 117.000 türkischen Berlinerinnen und Berliner, welche hier zum Teil schon in der dritten Generation leben. Früher als andere Teile der Bundesrepublik ist Berlin zu einer Einwanderungsstadt geworden. Ethnische und kulturelle Vielfalt bedeutet Bereicherung, erfordert aber zugleich Kompetenz und stellt neue Anforderungen an die Gesellschaft. Der Senatsbeauftragte für Integration und Migration, ist seit vielen Jahren eine unverzichtbare Anlaufstelle für Menschen, die Rat und Hilfe suchen. Darüber hinaus ist er eine wichtige Adresse in Fragen der Integration und Anti-Diskriminierungsarbeit auf Landes-, Bundes- und Europaebene.

Zu Berlin gehört auch eine Vielfalt an Religionen: Etwa 200.000 Menschen muslimischen Glaubens wohnen in der Stadt, was 5,9 Prozent der Bevölkerung entspricht. Der Evangelischen Kirche gehören 23,4 Prozent der Berliner an, der Römisch-Katholischen Kirche 9,1 Prozent. Im Mai 2003 kamen zum ersten Ökumenischen Kirchentag 200.000 Besucher nach Berlin. Die jüdische Gemeinschaft hat sich im Laufe der letzten zehn Jahren durch Neuzuwanderer aus Staaten der früheren Sowjetunion verdoppelt; derzeit zählt die Jüdische Gemeinde zu Berlin gut 11.000 Mitglieder. Auch hinduistische und buddhistische Religionsgemeinschaften sind in der Stadt vertreten.

Haushalt
Berlin befindet sich seit längerem in einer extremen Haushaltsnotlage, aus der sich die Stadt aus eigener Kraft nicht befreien kann. Der Bund hatte es im April 2003 nach intensiven Verhandlungen abgelehnt, Berlin Schuldenhilfen zu gewähren. Berlin versucht nun seinen Anspruch mit einer Klage geltend zu machen.
Wesentlicher Bestandteil dieses Normenkontrollantrages, den Berlin beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hat, ist die Finanzplanung 2003 bis 2007. Sie dokumentiert die Eigenanstrengungen Berlins zur Konsolidierung des Haushalts, zur Neuordnung der Berliner Verwaltung sowie zur Stärkung der Wirtschafts- und Steuerkraft.

Die Senatsverwaltung für Finanzen hat für das Jahr 2006 die bereinigten Einnahmen auf insgesamt 17.078 Mio. € ansetzt.
Dem stehen Ausgaben im Jahr 2006 in Höhe von 22.222 Mio. € gegenüber. Daher sind neue Schulden in Höhe von 3,1 Mrd. Euro aufzunehmen.
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